GET SHIT DONE! Morgenroutine mal anders: Produktivität statt Aufschieberitis

Eine der am häufigsten gestellten Frage lautete in letzter Zeit, wie ich es in meiner Selbstständigkeit schaffe, mich täglich aufzuraffen und selbst zu motivieren. Denn im Home Office gibt es keinen klassischen 9-to-5-Arbeitsalltag.

In diesem Blogbeitrag zu meiner „Morning Routine“ geht es daher nicht darum, morgens viel Wasser mit Zitrone zu trinken, zu Meditieren oder Hautpflege aufzutragen – sondern darum, wie viel ich schon morgens schaffe und wie mir das gelingt. Denn Produktivität und funktionierendes Zeitmanagement sind keine Frage von Talent.

Es gibt Menschen, die ständig busy und im Stress sind, weil sie Dinge permanent vor sich herschieben und somit vermeintlich immer etwas zu tun haben. Der Trick dabei ist es, nicht dauernd mit irgendetwas beschäftigt zu sein, sondern die Dinge auch endlich mal fertig zu bekommen.

Don´t be busy, be productive.

Zunächst einmal: klar, auch ich habe Tage, an denen ich am liebsten im Bett liegen bleiben würde. Wie ich damit umgehe? Ich versuche jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen. So wie es normale Arbeitnehmer auch tun müssen. Bis ich aufgestanden bin und mich fertig gemacht habe versuche ich, das Handy nicht in die Hand zu nehmen. Erst, wenn ich fertig bin, um in den Tag zu starten, nutze ich es, um meine Lieblingsplaylist anzumachen und meine To-Do-Liste für den Tag zu erstellen.

Ich bin ein großer Fan von To-do-Listen. Nicht nur, weil es einem so ein gutes Gefühl gibt, Punkte von dieser Liste abzuhaken, sondern vor allem, weil sie mir wirklich helfen. Dabei, Ordnung in mein tägliches Chaos zu bekommen und nie den Überblick zu verlieren, vor allem nicht über das wirklich Wichtige. Ich nutze oftmals einfach meine Notizen-App auf dem Handy und strukturiere meine Liste meistens wie folgt:

Spaß beiseite. So geht es natürlich nicht! Bei mir gibt es zunächst ‚Must Dos‘, also Dinge, die wirklich erledigt werden müssen. Diese kategorisiere ich dann in drei verschiedene Dringlichkeitsstufen: Prio 1, 2 und 3. Darunter ergänze ich außerdem noch eine Einkaufs- und Wunschliste. Ich persönlich erstelle mir täglich eine neue Liste, in der auch die Dinge, die ich am Vortag nicht erledigt bekommen habe (was im besten Falle natürlich nicht vorkommen sollte), dann eine Priorität höher rücken. 

Eine To-Do-Liste hilft nun zwar, einen Überblick über die Tagesaufgaben zu bekommen. Aus dem Bett schmeißt einen die Liste aber leider nicht. Und aufgeschrieben ist auch leider noch nicht erledigt. Der wahre Feind hierbei: Pro·kras·ti·na·ti·on – Substantiv, feminin, das Verschieben, Aufschieben von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten. Die fiese Prokrastination war schon zu meinen Studentenzeiten der natürliche Feind jedes Abgabetermins und jeder Klausurphase. Während in der Schulzeit Hausaufgaben genau wie Anwesenheiten kontrolliert wurden, ist man an der Uni plötzlich selbstverantwortlich dafür, alles hinzubekommen. Und dies verleitete damals schon immer dazu, vieles aufzuschieben. In der Selbstständigkeit ist dies leider nicht anders. Wenn man sein eigener Chef ist, bekommt man keine Abmahnung, weil man zu spät am Schreibtisch sitzt oder sich ein langes Wochenende gönnt oder nicht rechtzeitig mit etwas fertig wird. Auf der einen Seite ist das toll auf der anderen Seite gefährlich. Um mich von den Vorzügen der Selbstständigkeit und den Gefahren der Prokrastination eben nicht verleiten zu lassen, gibt es verschiedene Wege oder Schritte.

Verleiten ist dabei ein gutes Stichwort: was mir enorm hilft, meine Liste abzuarbeiten, ist sämtliche Ablenkungsquellen auszuschalten. Sprich den Fernseher auszumachen, das verdammte Handy wegzulegen oder es im Zweifel auch ganz auszuschalten, wenn es anders nicht geht. Man kann auch einfach mal die Instagram oder Pinterest App zwischenzeitig löschen. 

Ich fange dann immer mit der ersten Aufgabe aus dem Prio 1 Bereich an. Ganz wichtig ist es, bitte bloß nicht zu versuchen, mehrere Punkte parallel abzuarbeiten. Auch wenn man Frauen oftmals hinterhersagt, sie seien in der Lage zu Multitasking, in diesem Fall ein ganz klares Nein. Dabei verzettelt man sich nicht nur, sondern verliert kostbare Zeit, kommt nicht wirklich voran und zufriedenstellend sind am Ende die wenigsten Ergebnisse. Deshalb auch meine Unterteilung nach Prioritäten, ich fange mit den wichtigsten Aufgabe an und arbeite mich so nach und nach voran. Mir hilft es hier oftmals auch, meine Aufgaben einfach in sich nochmals zu unterteilen. Ich schreibe beispielsweise nicht einfach putzen auf die Liste, sondern unterteile diese in Staubwischen, Staubsaugen und Wischen. So werden aus einem einstündigen Punkt der Liste drei kleinere, bei denen zwischendrin immer ein befriedigender Haken gesetzt werden kann, der zusätzlich nochmal motiviert.

Es gibt hierbei übrigens den Trick, eine Küchenuhr zu stellen. Das hilft zum einen, um sich selbst ein bisschen unter Zeitdruck zu setzen und zum anderen aber auch aus dem einfachen psychologischen Grund, dass man weiß, man muss diese unliebsame Aufgabe nicht für immer machen, sondern ein Ende ist in Sicht. Achtet nur darauf, dass ihr genug Zeit einplant, sodass ihr die Aufgabe gut erledigen könnt, aber auch nicht zu viel, sodass sie euch zum Trödeln verleiten könnte. Und dann fokussiert euch in diesem Zeitrahmen wirklich auf die anstehende Arbeit wie einen Blogbeitrag zu schreiben oder Rechnungen oder was auch immer. Und ja, das mit der Küchenuhr das klingt ziemlich altmodisch, aber ich rate euch davon ab, den Timer am Handy zu stellen, denn beim Versuch darauf zu schauen, wie viel Zeit noch bleibt, sieht man plötzlich eine super wichtige Nachricht der besten Freundin, die natürlich sofort beantwortet werden muss oder den Push der Zalando-App, dass der nächste Sale startet oder was auch immer. Und schon ist man wieder abgelenkt. Ich persönlich habe das Handy auf Flugmodus eingestellt und nutze es vorerst nur um die Punkte auf meiner Liste abzuhaken. Für die ganz harten Fälle hilft es auch die To-Do-Liste auf einem Blatt Papier niederzuschreiben. Da meine Aufgabenbereiche oftmals was mit dem Internet zu tun haben, wie beispielsweise meine Instagram Nachrichten zu beantworten, erledige ich zuerst jene, wo es auch ohne geht. 

Es ist übrigens nicht uninteressant, mal darüber nachzudenken, wieso man etwas ganz Bestimmtes vielleicht die Ganze Zeit aufschiebt. Oftmals ist es gar nicht unbedingt Faulheit, wie man denken würde. Manchmal bereitet einem eine bestimmte Aufgabe einfach Unwohlsein. Manchmal ist es auch die Angst, diese Aufgabe nicht gut zu erledigen und bevor man versagt, schiebt man es lieber auf. Hier sollte man einfach mal den eigenen Anspruch an Perfektion runterschrauben. Das oberste Ziel sollte erst einmal sein, etwas fertig zu kriegen, das hat Prio 1. Danach kann man dann immer noch in einem späteren Schritt, Prio 2 oder 3, versuchen es zu perfektionieren. Manchmal liegt bei mir auch das Problem darin, irgendwie einen Anfang zu finden. Wie beim Schreiben eines bestimmten Blogbeitrags, bei dem mir dann vermeintlich der perfekte Einstieg fehlt oder eine Inspiration, auf die ich Tag für Tag warte. Auch hier hilft es, einfach mal anzufangen. Und dann, unter der Dusche, beim Laufen oder auch einfach beim Müllrausbringen kommt einem plötzlich die Eingebung, auf die man solange vergeblich gewartet hatte.

Und zum Schluss nun noch eine Bitte:

Vergesst bei dem Ganzen bloß nicht den wichtigsten Punkt auf eurer To-Do-Liste: Glücklich zu sein!

  1. Eine gute Sache, diese To Do Listen. Ich selbst schreibe mir auch immer eine, allerdings schaffe ich nicht immer alles abzuarbeiten. Zurzeit habe ich eine Phase, wo ich mich aus den Federn quälen muss. Ich denke es ist Wetterbedingt, hoffe ich. Leider muss ich mir oft selbst in den Hintern treten um vorwärts zu kommen. Normalerweise war mein Ritmuss immer um 5h aufstehen um 8h fertig für den Homeoffice zu sein. Was gut geklappt hat, in letzter Zeit ist es aber so, das ich erst um 5h ins Bett komme. LG

  2. Ich hab auch schon gemerkt das wenn ich mir eine Liste mache mit Dingen die getan werden müssen ich viel produktiver bin. Es hat einen positiven Effekt wenn man das erledigte dann von der Liste runter streichen kann, was mich irgendwie produktiver werden lässt. Aber tolle Ansätze die du hier vorstellst. Die digitale to do Liste find ich klasse und auch wenn Menschen sagen das sie auch mal unproduktiv sind. Das hinterlässt kein so schlechtes Gefühl, wenn man mal nicht so aktiv ist. 😅

    Grüße 💖
    vivimahia.de

  3. Liebe Carmen 🤗
    Dein Blogbeitrag hat mich angeregt das ich endlich mal eine to– do liste zu machen. Ich schiebe of Dinge vor mich hin oder sage immer ich wäre im dauer stress. 🙈 Du motivierst mich total und ich werde es mal testen. Hoffe das ich auch so motiviert und produktiv bin wie du. Danke Carmen 🙏🏻 für immer so hilfreiche & motivierente Blogbeiträge. 😘

    Alles liebe
    Ela 🙂

  4. Sehr tolle Inspiration, ich werde das jetzt auch mal ausprobieren. Ich bin eigentlich ganz gut immer mit dem planen, aber das ein oder andere verschiebe ich dann auch ganz gerne immer wieder.. vielleicht hilft mir das ja! Danke dafür liebe Carmen ♥️

  5. Sehr inspierend ❤️
    Ich hoffe das deine Tipps mir helfen können meinen Tag besser zu strukturieren!
    Ich finde es echt toll das du solche Themen in deinem Blog ansprichst 😊 Ich lese sie jetzt schon eine ganze Weile und sie sind jedes Mal so einzigartig und faszinierend 😍
    Vielen Dank, dass du uns so an deinen Tipps und Tricks für dein Leben teilhaben lässt ❤️

  6. Ich war so positiv überrascht, als ich mir deinen Blog Beitrag und die Kommentare durchgelesen habe, dass To-Do listen echt teilweise das Leben „erleichtern“. Wie oft hab ich schon Dinge aufgeschoben und hinterher plötzlich „vergessen“, weil dann alles andere „wichtiger“ war? 🙄 ich hab vor ein paar Monaten klein angefangen – mit z.B. Rechnungen, die ich noch begleichen muss, und kleinere Einkaufssachen, wie z.B. Staubsaugerbeutel. To do Listen sind also wirklich hilfreich. 🤗

  7. Toller Beitrag und sehr motivierend. Genau das ist es, was die To-Do-Listen auch machen sollen: motovieren! Macht es nicht uns allen spaß einen Haken an eine erledigte Aufgabe zu setzen. So kann man sich selber Challangen. Deshalb gefällt mir die App „Wunderlist“ auch so gut. Man kann diverse To-Do-Listen erstellen und diese auch teilen. Das ist beispielsweise super praktisch wenn man eine gemeinsame Einkaufsliste mit dem Partner hat. Dazu kommt noch, dass ein wunderschönes Geräusch ertönt, wenn eine Aufgabe abgehakt wird 🙂 Zum anderen sieht man die bereits erledigten Aufgaben und sieht so am Ende des Tages was man alles geschafft hat! Sehr empfehlenswert!

  8. Liebe Carmen, ich sitze gerade am Schreibtisch und sollte eigentlich für meine Klausuren nächste Woche lernen… aber so wie es halt immer ist mache ich alles andere als das, es ist auch alles andere im Moment einfach spannender als zu lernen wie welches Unternehmen Steuern zahlen muss 🙄😂 hab dann diesen Beitrag gelesen und hab mir sofort eine To Do Liste gemacht und bin glatt motiviert mich jetzt noch 2-3 Stündchen hinzusetzen und zu lernen nur um danach diesen Punkt abzuhaken😍 Bleib weiterhin so inspirierend wie du bist!! Es macht unglaublich viel spaß dir zu folgen und ein bisschen an deinem Leben teilzuhaben. Du und Niclas seid einfach so süß und sympathisch und ich wünsche euch alles Liebe❤️

  9. Liebe Carmen,

    Toller und inspirierender Post! VIelleicht könntest du nochmal einen Post über dein Studium schreiben und wie du es dort geschafft hast dich fürs Lernen zu motivieren! Und eventuell noch einige Lerntipps preisgeben.

  10. Oh wow!! Man denkt, ne das alles brauche ich nicht zu machen, aber jetzt wenn ich es so lese macht es wirklich Sinn & kann mir gut vorstellen dass es gut funktionieren kann! Ich versuche es mal gleich am Wochenende 🙂

  11. ich gehe noch zur schule und ich kann mich nicht motivieren weil ich schule jetzt nicht so lustig finde (; aber das mit der to do liste ist ein guter tipp für das Wochenende . aber am Wochenende fällt es mir eh nicht schwer aufzustehen . Hat irgendjemand tipps für mich das ich motivierter zur Schule gehe ?

  12. Super schöner Blog-Beitrag, liebe Carmen! Ich hab ihn gerade entdeckt, da ich durch Vanessa (GNTM) auf deinen Instagram-Account gestoßen bin und ich bin absolut begeistert. So eine Motivation, du bist so eine Powerfrau! Ich hab mir vorhin auch so eine Liste geschrieben und hab schon fast alles von Prio 1 weg. 😉
    Ich liebe es, mach weiter so!

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