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Zu Zeiten von Corona: Produktiv im Home Office – Arbeiten von Zuhause aus

Für mich als Selbstständige ist das Thema Home Office schon lange etwas, womit ich mich auseinandersetze. Es ist eine Herausforderung, die ich seit mehreren Jahren meistere. Durch die aktuellen Umstände sehen sich viele von euch nun ebenfalls, teilweise zum ersten Mal, vor der Situation, von zuhause arbeiten zu müssen. Und merken dabei, wie herausfordernd es sein kann, trotz all der Verlockungen und Versuchungen zuhause produktiv und effizient zu sein. Da ich in den vergangenen Jahren selbst viel Erfahrung mit der Arbeit im Home Office gemacht habe, habe ich euch sieben Tipps zusammengestellt, die mir persönlich täglich helfen, aus der Not eine Tugend zu machen und aus dem Home Office eine Arbeitsoase.

1. Schafft euch Routinen!

Gerade im Home Office ist es extrem wichtig, dass ihr euch Routinen schafft, also feste Aufstehzeiten und genauso auch fixe Arbeitszeiten. Als würdet ihr eben ins Büro gehen. Am besten stellt ihr euch den Wecker unter der Woche jeden Tag auf dieselbe Uhrzeit. Und zwar auf die Uhrzeit, zu der ihr normalerweise auch aufsteht, natürlich abzüglich eures Arbeitsweges. Frühstückt ihr immer zuhause oder sonst im Büro? Egal, da euer Zuhause nun auch euer Büro ist solltet ihr wie immer früh aufstehen, duschen gehen, euch fertig machen und etwas Vernünftiges Frühstücken, damit ihr im Anschluss auch leistungsfähig seid. Insbesondere das Fertigmachen darf hierbei nicht unterschätzt werden. Ich habe festgestellt, dass ich um einiges produktiver bin, wenn ich mich morgens normal fertig mache, so als würde ich das Haus verlassen wollen. Das signalisiert mir und meinem Kopf einfach, dass heute nicht gechillt wird. Anders als eine Jogginghose oder – noch schlimmer – mein Pyjama. Was die beiden meinem Kopf signalisieren, könnt ihr euch denken… Das ist zwar reine Kopfsache, aber bei mir sehr wirksam. Natürlich ziehe ich keine Businessklamotten an und ich nutze die Zeit auch, um viel ungeschminkt zu sein, man muss das Ganze nicht übertreiben.

2. Schafft euch einen Arbeitsplatz!

Da euer Zuhause nun auch gleichermaßen euer Büro ist, ist es umso wichtiger, dass ihr trotzdem Arbeit und Freizeit zu trennen versucht, auch räumlich. Schafft euch, wenn möglich, am besten einen Arbeitsraum mit einer Tür, die ihr im Zweifel schließen könnt. Ansonsten tut es aber auch eine eigene Arbeitsecke, auf jeden Fall ein abgetrennter Bereich, in dem gearbeitet wird und zwar nur gearbeitet. Also nein, Couch und Bett zählen nicht. Ihr benötigt einen vernünftigen Tisch und auch einen gemütlichen Stuhl, damit ihr euch nicht den Rücken kaputt macht. Ich erschrecke gerade beim Tippen selbst darüber, wie sehr ich mich wie meine eigene Mutter anhöre dabei, aber Mütter haben eben doch nicht immer Unrecht 😉 Auch die richtige Beleuchtung ist wichtig, damit ihr konzentriert und unangestrengt eurer Arbeit nachgehen könnt. 

3. Stilvoll – auch im Homeoffice !

Ein angemessenes Outfit, sowie Make-up im Homeoffice wirkt nachweislich leistungssteigernd und fördert das konzentrierte und fokussierte Arbeiten. Versteht mich nicht falsch, damit meine ich nicht, dass ihr gleich mit einem Kostüm und Stöckelschuhen durch euer Wohnzimmer laufen sollt, aber kleidet euch so, als würdet ihr ganz normal zur Arbeit gehen. Ein Schlabberlook lässt uns oft eine andere Haltung einnehmen und das wirkt sich dann ebenfalls negativ auf unsere Arbeitsweise aus.  Ab und an darf es natürlich trotzdem mal eine Jogginghose sein, da ich beispielsweise aber auch oft Videokonferenzen halte, muss dann zumindest das Oberteil stimmen. Lasst euch nicht gehen, frisiert euch wie gewohnt die Haare, legt euch euren Schmuck um und fühlt euch gut!

4. Vermeidet Verlockungen!

Schafft euch also Bedingungen, in denen ihr körperlich gut mehrere Stunden am Tag eurer Arbeit nachgehen könnt, in der ihr nicht gestört werdet und auch keinen anderen Reizen ausgesetzt seid. Das ist nicht nur wichtig, wenn man in einer WG oder zusammen mit seinem Partner wohnt, sondern auch für alle, die alleine wohnen. Denn wie verführerisch schaut einen nach zwei, drei Stunden plötzlich die Fernbedienung an – oder der Kühlschrank?! 😀 Wenn aber diese Ablenkungen und Verlockungen nicht in Sichtweite sind, ist das schon mal ein großer Vorteil. Mein Handy schalte ich übrigens, wenn ich wirklich konzentriert am Laptop arbeiten muss, immer auf stumm. Denn nichts ist verlockender, als eine aufploppende Pushbenachrichtigung, bei der man nur zu gern der eigenen Neugierde nachgibt und seine Arbeit unterbricht. Effizient und produktiv ist man so aber leider nicht.

5. Priorisiert eure To-Dos!

Was den Workload angeht, so gehe ich im Home Office genauso vor, wie im Büro oder aber mit meinen Haushalts-Aufgaben. Wie ihr wisst, bin ich ein großer Fan von To-Do-Listen, die ich zudem nach Dringlichkeiten priorisieren. Prio 1 erledige ich immer als erstes und sollte ich Aufgaben aus dem Prio 2 oder Prio 3 Bereich am Ende des Tages nicht erledigt haben, so wandern diese am folgenden Tag eben zu Prio 1. Für mich funktioniert dieses Konzept super, vor allem, wenn ich mir meine Aufgaben wirklich aufschreibe und nicht nur im Kopf durchgehe. Aufgeschrieben ist halb erledigt, sage ich immer ☺ Alles zu meinen To-Do-Listen findet ihr übrigens in diesem Blogbeitrag.

6. Nehmt euch bewusst Pausen!

Im normalen Büroalltag ist auch mal eine Kaffeepause mit der Kollegin drin – genauso wie eine 30-minütige Mittagspause. Das solltet ihr euch im Home Office also auch nicht verbieten. Gönnt euch zwischen euren Aufgaben ruhig mal einen Moment zum Durchschnaufen, steht auf und bewegt euch ein bisschen, macht die Waschmaschine an, telefoniert mit einer Freundin oder esst eben euer Mittagessen. Und wer noch kochen muss und die Mittagspause so etwas ausdehnt, sollte kein schlechtes Gewissen bekommen, sondern die Zeit einfach hinten dran hängen an die Kernarbeitszeit. Da sehe ich gar kein Problem. Ein weiterer guter Tipp für die Pausen: Durchlüften nicht vergessen! Mindestens einmal am Tag solltet ihr eure Wohnung stoßlüften, das ist ein echter Booster für den Kopf. Und bitte genauso wenig das Trinken vergessen!

7. Feierabend heißt Feierabend!

Nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag hängen wir nicht selten durch und sind gerade Freitagsabends oft ziemlich kaputt von der Woche. Umso wichtiger ist es daher, sich am Wochenende und im Feierabend zu erholen, Kraft zu tanken und die Arbeit auch mal Arbeit sein zu lassen. Klar ist mal etwas dringend, aber oft kann etwas auch noch bis morgen warten. Ich schreibe mir am Ende meines Arbeitstages immer eine neue To-Do-Liste für den folgenden Tag, sodass ich innerlich mit dem Erledigten abschließen und mich auf das Neue einstellen kann. Aber gerade wenn Laptop und Arbeitsplatz nur ein paar Meter Luftlinie entfernt sind, ist es mehr als verlockend, schnell noch mal die Mails zu checken und natürlich dann auch zu beantworten, obwohl man eigentlich gerade ins Bett gehen wollte. So stellt sich allerdings nie ein Feierabend- und somit auch kein Erholungsgefühl ein. Dabei ist das super wichtig, denn Mental Health ist ein wichtiges Thema. Daher rate ich euch, euch ein freies Wochenende und auch einen wohlverdienten Feierabend zu gönnen. Denn, wer tagsüber produktiv war, hat sich das absolut verdient. 

Comments (6)

  1. Liebe Carmen!
    Vielen lieben Dank für diesen wundervollen, motivierenden Blogpost.
    Den Tipp mit deinen To Do Listen probiere ich gleich morgen früh im Home Office aus!

    Liebe Grüße und bleib gesund,

    Ella 🙂

  2. Vielen Dank für diesen schönen Beitrag. Wie immer wundervolle Worte und hilfreiche Tipps. 👏🏼 Für mich ist es immer schwierig ein Ende zu finden, Feierabend machen, wenn es auch wirklich Zeit ist und nicht noch schnell fünf Aufgaben erledigen. Die To Do Liste für den nächsten Tag habe ich schon eingeführt und sie hilft mir wirklich dabei etwas erholter in den Feierabend zu gehen. 💡

  3. Super Tipps, die wende ich auch immer an!
    Noch ein Tipp von mir: Die richtige Musik kann oft Wunder wirken. Wenn ich mal wieder durchhänge kommt Motivationsmusik, damit ich mich wie eine Superheldin fühle. Man wird gleich viel produktiver, probier das mal aus! 🙂

    Ganz liebe Grüße aus meinem Home Office <3

    Louise

  4. Vielen Dank für deine Tipps, vor allem die Priorisierung finde ich mega und klappt bei mir schon sehr gut.

    Vor Corona habe ich auch schon viel im Homeoffice gearbeitet. Aus der Erfahrung heraus hilft mir am Besten, wenn ich so aufstehe, als würde ich „normal“ zur Arbeit gehen und mir bereits am Abend vorher notiere, womit ich in den Arbeitstag starten will. Dann fällt der Start einfach gleich viel leichter 🙂

    Viele liebe Grüße nach Köln,
    Christine

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