Besser Schlafen für mehr Energie im Alltag

„A good laugh and a long sleep are the two best cures for anything“ – und da ist absolut etwas dran. Deshalb soll es im heutigen Blogbeitrag tatsächlich um einen guten Schlaf gehen, denn der ist mittlerweile bei vielen nur Luxus und nicht mehr selbtverständlich. Und doch ist er so essentiell wichtig für ein gesundes und strukturiertes Leben. Zu diesem Thema, habe ich auch bereits den Blogbeitrag „Get shit done!“ veröffentlicht. Einer der Kernpunkte hierbei war die Priorisierung meiner To-Dos und vor allem deren frühe Abarbeitung. Aber natürlich kann man das alles am Morgen nur effizient und erfolgreich bewerkstelligen, wenn man morgens früh fit und ausgeschlafen ist. Daher spielt ein guter und gesunder Schlaf eine große Rolle dabei, wie ich mein Leben meistere. 

Denn: Der Schlüssel zu munteren wie auch frühem Aufstehen liegt in einem guten Schlaf und darin, sich Ziele für den nächsten Tag zu setzen. Wenn ich daran denke, dass auch ich mal ein Morgenmuffel war, dann kann ich manchmal nicht glauben, wie leicht es mir mittlerweile fällt, morgens früh aufzustehen. Das Leben ist einfach zu kostbar, um es zu verschlafen!

Als die Selbstständigkeit bei mir startete, war ich plötzlich auf mich selbst gestellt und ich musste zusehen wie ich meinen Tag gestalte, um am Ende des Monats meine Kosten tragen zu können. Es gibt keinen Chef, der einen um acht Uhr im Büro erwartet, keine Vorlesung, bei der man um Punkt 10 Uhr anwesend sein muss und auch keine Kollegen, die auf dich warten und angewiesen sind. Man steht ziemlich alleine da –  auch mit seiner Verantwortung für sich selbst. 

Heute stehe ich jeden Morgen um 5.30 Uhr auf. Doch meine früheren ersten Versuche so früh aufzustehen sind anfangs immer gescheitert. Ich wollte es mir förmlich aufzwingen morgens, sobald der Wecker klingelte, auf der Matte zu stehen – vergebens. Also arbeitete ich zuerst einmal daran mir abendliche Rituale aufzustellen, um einen besseren Schlaf zu bekommen, um morgens einfach von mir aus ausgeschlafen zu sein und fit aufzuwachen. Da ich, wie ihr wisst, lange unter Panikattacken litt, war das Einschlafen an sich schon eine große Herausforderung (einen gesonderten Beitrag über die Panikattacken & wie ich sie bekämpft bekommen habe findet ihr hier). 

Abendrituale 

Was mir geholfen hat, war die Einführung von Regelmäßigkeiten. Also einfach Tätigkeiten und Rituale, auf die ich mich immer verlassen konnte, die mir eine Art Stabilität gegeben haben und Ruhe. Meine Abendrituale haben also alle der Entspannung gedient und mich vom Stress des Alltages, der oft physisch aber eben auch psychisch ist, runtergeholt. Für mich sehr hilfreiche Tipps waren (und sind es bis heute):

Wärme

Oftmals starte ich die Phase vor dem zu Bett gehen mit einer Tasse Tee. Es gibt spezielle Schlaftees, in der Regel Kräutertees, denen eine beruhigende Wirkung zugeschrieben wird, aber allein ein Heißgetränk wirkt schon oftmals Wunder. Dasselbe gilt auch für ein heißes Bad. Ab und an lege ich mich auch mit einem warmen Kirschkernkissen oder einer Wärmeflasche ins Bett.

Ablenkung, aber bewusst

Musik, Hörbuch hören oder ein Buch lesen: neben Musik oder Hörbüchern, kann es auch helfen ein Buch zu lesen. Denn hierbei geht es vor allem darum, einfach mal abzuschalten und an nichts anderes, als die Handlung  darin zu denken, statt an sich, sein Leben, seine Probleme. Meine Erfahrung war auch, dass es nicht hilfreich ist, sich vom Fernsehen einfach wahllos beschallen zu lassen, rumzuzappen, denn dabei kommt man nicht wirklich geistig zur Ruhe, stattdessen sind es willkürliche Eindrücke, die auf einen einprasseln und eher kontraproduktiv sind.

Put your phone down!

Eines der wohl schwierigsten Dinge, aber gleichzeitig besten, um sich auf einen guten Schlaf vorzubereiten: das Handy mindestens eine Stunde vor dem zu Bett gehen weglegen. Und ihr glaubt nicht wie schwer es mir noch immer fällt. Gerade, weil ich oftmals mehrere Stunden lang abends damit beschädigt bin auf die Nachrichten und Resonanzen meiner Zuschauer zu antworten. Das letzte was ich an meinem Handy mache, bevor ich es zum Laden an einer Steckdose ganz am anderen Ende des Raumes schließe ist eine To-Do Liste für den folgenden Tag. 

Abendliche Pflegeroutine

Bevor ich Schlafen gehe, widme ich mich ganz mir selbst und habe ein immer ähnlich ablaufendes Pflegeritual, indem sich eigentlich nur zeitweise die Produkte ändern. Abschminken – Gesichtsreinigung – Eincremen – Zähne putzen – Haare bürsten. Das signalisiert meinem Körper, dass es an der Zeit ist, bald ins Bett zu gehen. Und es gibt ohnehin nichts besseres als sich sauber in sein kuscheliges Bett fallen zu lassen.

To-Dos & Ziele für den nächsten Tag setzen

Wie ich meine To-Dos angehe und meinen Alltag daher einfacher geregelt bekomme findet ihr in einem separaten Blogbeitrag hier. Es fällt einem wesentlich einfacher aufzustehen, wenn man weiß wofür es sich lohnt aufzustehen. Und wenn man an einem Tag seine To-Dos abgearbeitet hat, dann hat man auch das Gefühl etwas sinnvolles getan und geschafft zu haben und im besten Fall ist man abends dann sowieso so kaputt, dass einem das Einschlafen leicht fällt. 

Drei Tipps zum Einschlafen

Gut möglich, dass es nun vorkommt und man es einfach nicht schafft runter zu kommen. Gerade ich hatte zur Zeiten meiner Panikattacken unglaubliche Einschlafprobleme. Aber auch hier kann ich den ein oder anderen kleinen Trick mit euch teilen:

Tag Revue passieren lassen

Gehe in deinen Gedanken jeden einzelnen Schritt deines Tages oder vorheriger Tage durch. Und das gerne so detailliert wie möglich. Manchmal fallen einem plötzlich Dinge auf, die man so im selben Moment nicht wahrgenommen hat und das Allerbeste ist: man wird unheimlich müde davon. Es ist im Grunde wie Schäfchen zählen, nur eben für Erwachsene.

Sich was vormachen

Nimm dir vor, so lange wie möglich wach zu bleiben. Rede es dir immer wieder ein und trickse dein Gehirn aus. Wenige Momente später, wirst du schon sehr müde sein.

Gute Nacht Yoga

Ihr wisst, dass ich nicht die sportlichste bin, aber auch, wenn es einige Zeit gedauert hat, an Yoga habe ich mittlerweile gefallen gefunden. An Tagen, wo es bei mir besonders stressig und wuselig ist, hilft mir eine 10 minütige Yoga-Session, entspannt & müde ins Bett zu fallen.

Aufstehen step by step

Wie schon erwähnt, war frühes Aufstehen anfangs eine große Herausforderung für mich. Zum einen, weil ich noch keine klaren Ziele für mich und meine Zukunft formuliert habe und zum anderen, weil ich zu Studienzeiten einfach auch oftmals überfordert war und ständig wichtige Aufgaben vor mir hergeschoben habe. Die Motivation fehlte mir. Aber irgendwann kam auch bei mir der Wunsch nach einer Veränderung auf. Ich wusste ich könne nicht ewig bis in die Puppen schlafen und Dinge vor mir herschieben und es kostete mich eine Menge Überwindungskraft früh aufzustehen, aber das war einer der weisesten Entscheidungen in meinem Leben. Der Tag hatte plötzlich mehrere Stunden und trotz meiner Trödeleien, hatte ich eine Menge mehr Zeit Dinge zu schaffen. Doch kommen wir zur Umsetzung:

Unabhängig von den oben genannten Tipps und Ritualen, musste ich es schaffen meinen eigenen perfekten Schlafrhythmus zu finden. Ich führte mehrere Wochen lang eine Liste über meine Schlafstunden und Schlafqualität und fand so schnell die für mich beste Schlafdauer heraus. Sicherlich gibt es mittlerweile eine Menge anderer Methoden in Form von Apps auf dem Handy oder der Smartwatch. Wenn ich zwischen 4,5 – 6,5 Stunden Schlaf bekomme, dann bin ich morgens fit! Schlafe ich kürzer oder auch länger, bin ich platt und träge. Demnach passe ich bis heute die Zeit an, zu der ich schlafen gehe. Mittlerweile hat sich sogar schon eine Art innere Uhr bei mir eingependelt, sodass ich meistens auch schon VOR dem Wecker wach werde.

Mehr zum Thema Morgenroutine, und fitterem Aufwachen kann ich euch demnächst noch veröffentlichen. Aber zu allererst fangt ihr am besten an für einen guten Schlaf zu sorgen.

Im allerbesten Fall, kann man es kaum erwarten, morgens aufzuwachen und in einen neuen Tag zu starten. Denkt einfach abends daran, was es gibt in eurem Leben, wofür es sich täglich lohnt aufzustehen, fit zu sein und frisch in den Tag zu starten und so kitschig es klingt, aber jeder Tag könnte einer der schönsten eures Lebens werden – wenn ihr ihn nur lasst. Und wie gut es sich nach einem wundervollen Tag schlafen lässt, weiß ich mittlerweile glücklicherweise gut. Es lohnt sich! 

  1. Schöner Beitrag Carmen! Doch mein Problem ist es das ich keine schöne Arbeit habe und jeden Tag mehrere Stunden lang arbeite und abends Nachhause komme und überhaupt nicht mehr schlafen will da ich nichts vom Tag hatte meine ich, mein Lebensgefährte und Freunde leiden sehr darunter. Hast du einen Tipp dafür das man positiver in den Tag rein geht und diese Zeit aushält ?
    LG

  2. Hallo liebe Carmen,

    vielen lieben Dank für den tollen und interessanten Blogbeitrag.
    Ich denke ich weiß nun, wo meine kleinen „Problemchen“ liegen und werde mit deine Tipps zu Herzen nehmen und gleich heute mal ausprobieren.
    Würde mich rießig über eine Morgenroutine freuen!

    Mach weiter so Liebes!

  3. Du hast super Tipps zusammengefasst. Ich hab inzwischen auch eine „Liege“-Position angewöhnt und lege mich nur so hin wenn ich wirklich einschlafen will. Diese Konditionierung hat mir super geholfen schnell in den Schlaf zu finden. Mein Handy liegt momentan noch auf meinem Nachtisch – weil ich es als wecker benutze – dafür muss ich aber noch eine andere Lösung finden.
    Liebe Grüße, Christine
    https://uponmylife.de/

    1. Hallo Christine,

      ich weiß nicht wie du zur „Alexa“ stehst (Abhörgerüchte etc.) Ich kann dir nur sagen, dass mir das sehr viel geholfen hat 🙂 Zum Einschlafen mal Musik, ein Hörspiel zu hören aber eben auch als Wecker zu nutzen. Alleine um den Wecker auszustellen „Alexa – Stopp“ macht einen schon wacher als das Tippen auf die Schlummertaste 😀 Mit Hilfe von bestimmten Glühbirnen in unseren Nachttischlampen konnten wir sogar programierenm, dass das Licht gedimmt angeht, wenn der Wecker klingelt und direkt erstmal noch die Nachrichten hören vor dem Aufstehen.

      Nur als kleine Idee für den Handyersatz 🙂

      Liebe Grüße
      Vanessa

  4. Liebe Carmen,
    Was für ein toller Blogbeitrag!
    Habe leider auch totale Probleme mit meiner Schlafroutine seit ich wieder in die Schule gegangen bin. Ich versuche die Tipps ab jetzt umzusetzen, damit ich in meinem neuene Job immer fit auf der Matte stehe,
    Liebe Grüße 🙂

  5. Liebe Carmen.Seit einiger Zeit verfolge ich deine Beiträge und Blogs auf Instagram.Da ich zu den älteren Semestern gehöre, war ich anfangs befremdet von mir selbst. Mittlerweile macht es mir große Freude, täglich bei dir vorbeizuschauen. Insbesondere deine Beiträge zu Panikattacken und Schlafritualen fand ich bereichernd und beeindruckend, da ich mich ein Stück weit darin selber gefunden habe. Danke dafür! Meiner Meinung nach bist du nicht nur eine unglaublich schöne Frau,du bist auch außerordentlich inspirierend. Mit den allerbesten Wünschen,weiter so! Herzlichst Torry

  6. Wieder ein toller Beitrag. Ich leide nicht nur unter schlafstörung, sondern ich habe immer wieder krasse Schlafpharalysen. Das sind Träume wo man die Augen offen hat, sich aber nicht bewegen kann und oft sehe ich dadurch dunkle Gestalten. Manchmal spüre ich auch wie man mich berührt oder das Bett (Matratze) bewegt. Und nein, ich bin nicht verrückt haha, laut Arzt bin ich empfänglich für Seelen die umhergehen. Hört sich bekloppt an, haben aber gar nicht wenige Menschen dieses Problem. LG

  7. Wie motivierend du das schreibst! Ich hab sofort auch Lust um 5:30h aufzustehen und einfach meine Sachen so schnell wie möglich zu erledigen! Aber schläfst du dann jeden Tag, auch am Wochenende so wenige Stunden? Ich habe mal mehrere Nächte nur 6 stunden geschlafen und war komplett platt ich konnte morgens noch weniger aufstehen. Manchmal denke ich ich brauche 9 stunden Schlaf weil ich einen sehr leichten Schlaf habe und sehr lange brauche um in die Tiefschlafphase zu kommen, denkst du ich soll dann jeden Tag diese 9 Stunden schlafen? Ich habe auch keine Zeit 9 Stunden zu schlafen 🙈🙈
    Danke Carmen! ❤️

  8. Liebe Carmen,
    vielen Dank für den tollen Blogbeitrag! Ich habe diesen auf dem Handy gemütlich gelesen, aber habe jetzt doch noch mal meinen Laptop rausgeholt, um dir auch einmal hier ein „Dankeschön“ zu hinterlassen:) Merci!
    Liebste Grüße von
    Alexa

  9. Hey,

    super Tipps dabei. Vor allem das Smartphone weg zu legen am Abend hilft schon ungemein.
    Was ich gerne noch hinzufügen möchte: Regelmäßige Schlafenszeiten! Das Ausschlafen am Wochenende macht vieles kaputt und wir starten Montagmorgens nicht erholt und fit in die Woche, weil das Ausschlafen am Sonntag das Einschlafen am Abend erschwert hat. Daher: Auch am Wochenende so schlafen wie unter der Woche, damit das erreicht wird, was Du schon hast: Aufwachen vor dem Wecker 🙂

    Liebe Grüße
    Fabian von Schlafonaut

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Instagram Feed Instagram Feed Instagram Feed Instagram Feed Instagram Feed Instagram Feed
Weitere Beiträge
VENI VIDI VENEDIG